Wespen- und Hornissenschutz

Allgemeine Informationen

Der Fleiß der Bienen ist altbekannt und die Hummel gern gesehen. Leider gilt jedoch ein friedliches Zusammenleben von Wespen und Hornissen für viele immer noch als unvorstellbar. Nur wenige wissen um die Bedeutung von Wespen und Hornissen im Naturhaushalt. HornisseBei der Brutpflege verfüttern Wespen und Hornissen große Mengen (bis zu 500 g am Tag) anderer Insekten und leisten somit einen wichtigen Beitrag bei der Regulierung von „Schädlingen“. Außerdem sind sie wie die Bienen wichtige Blütenbestäuber. Im Frühjahr, wenn die Königin zur Nestgründungszeit keine geeigneten Nistplätze (Baumhöhlen, verlassene Mäuse- oder Maulwurfsbauten ) findet, werden oft Unterkünfte in menschlicher Nähe besiedelt. Hier werden dann Nistplätze wie Hohlräume in und an Häusern (z.B. Zwischendecken, Rollladenkästen etc.) aufgesucht.


Spätestens im Sommer, wenn neben der Königin einige hundert Arbeiterinnen das Nest bevölkern, wird vielfach der Wunsch geäußert, das Nest möglichst schnell entfernen zu lassen. Hierbei wird oft übersehen, das Wespe nicht gleich Wespe ist. Die Hornisse gilt oftmals als besonders bedrohlich. So werden freihängende Wespennester von Wespen besiedelt, die völlig harmlos sind und die auch nicht an süßen Speisen oder Getränken naschen. Bei diesen Nestern und auch bei Hornissennestern reicht die Beachtung einfacher Verhaltensregeln im Nestbereich aus, um ein Zusammenleben von Mensch und Tier zu ermöglichen:

  • Im Abstand von 2 - 3 m vom Nest heftige Bewegungen und Erschütterungen vermeiden
  • Nicht mit Gegenständen im Nest stochern oder mit Wasser besprühen
  • Nicht vor das Einflugloch oder die Einflugschneise stellen.

Bei Wespen, die im Boden oder Hohlräumen nisten, handelt es sich meistens um die Deutsche oder die Gemeine Wespe. Diese Wespenarten können mitunter lästig werden, zumal wenn sie im Sommer an Kuchen, Limonade oder anderen Süßigkeiten naschen.
Die Beseitigung wird jedoch nicht von der Feuerwehr oder sonstigen amtlichen Stellen durchgeführt. Es muss ein kostenpflichtiger Fachbetrieb beauftragt werden. Im Vorfeld ist immer der Rat von Experten einzuholen, um sicherzustellen, ob es sich wirklich um einer dieser Wespenarten handelt und ob nicht andere Wege als die Vernichtung der Tiere möglich ist. Bitte bedenken Sie auch, dass Wespen- und Hornissennester nur einen Sommer bestehen. Im Herbst sterben bis auf wenige überwinterne Königinnen alle Tiere ab. Die Königinnen gründen im Frühjahr meist an anderer Stelle ein neues Volk. Daher sind die Befürchtungen "Einmal Wespen - immer Wespen" unbegründet.


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